Wieviel gebührenfinanziertes Internet darf sein? April 21, 2008
Posted by infokontor in Auf dem Schirm, Draußen.Tags: ARD, Gebühren, GEZ, Medien, Rundfunk, Sender, TV, Web-TV, ZDF
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Mit allen Mitteln der Informationsmacht versuchen die öffentlich-rechtlichen Sender, auch im Netz mehr Marktanteile zu gewinnen. Die Frage ist berechtigt: Welche Angebote soll und welche darf der öffentlich-rechtliche Rundfunk im Internet machen? Dabei geht es darum, was durch den Programmauftrag legitimiert ist und was nicht. Und es geht darum, was im Sinne eines fairen Wettbewerbs den privaten Medienunternehmen noch zumutbar ist. Und was eine Informationsvielfalt gewährleistet.
Nicht umsonst sieht der Entwurf des 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrags enge Grenzen für die Online-Aktivitäten von ARD und ZDF vor. Der Pferdefuß: Diese werden von den Rundfunkräten bestimmt. Die Mitglieder dieser Gremien, die eigentlich das öffentliche Interesse wahren sollten, sind aber häufig mit „ihrem“ Sender so verfilzt, das sie eher diesen vertreten als das Interesse der Allgemeinheit, also unser aller Interesse. Der Prozess ist zu wenig transparent, mahnt auch Rolf Schwartmann an, Professor für Medienrecht.
Dazu passt die Selbstgefälligkeit des neuen NDR-Intentanten Lutz Marmor, der generös parliert, dass man einen „Wasserfall nicht mit Eimern aufhalten“ könne. Was er, glaube ich, sagen will: Das Internet ist schwer steuerbar. Deshalb könnten auch die Öffentlich-Rechtlichen machen, was sie wollen. Was Marmor aber vergisst: Der Wasserfall kümmert sich nicht, was unter ihm platt gemacht wird. Medien sind immer auch Märkte. Und öffentlich-rechtliche Medien sind nun mal subventioniert und erhalten einen künstlichen Marktvorteil.
Aber: Mit unseren Rundfunk-Gebühren bezahlen wir etwas, das definitiv kein Rundfunk ist. Und private Medienunternehmen, Verlage oder freie Anbieter und Produzenten, werden unnötig einer mächtigen Konkurrenz ausgesetzt.
Frage an die Gemeinde: Ist das gerecht?
Blogberg
Web-TV-Kooperation mit T-Online April 8, 2008
Posted by infokontor in Auf dem Schirm, Draußen.Tags: Hund, Infokontor, Katze, Liebling Tier TV, Maus, T-Online, Tiervideo, TV-Sender, Web-TV
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Wir sagen es nicht nur, wir sehen es auch. Videos im Internet werden immer gefragter. Die großen Portale, die nicht von Haus aus – wie die TV-Sender – auf eigene Archive zurückgreifen können, suchen nach externen Partnern bei Agenturen, TV-Produzenten oder Spartenkanälen. Jüngstes Beispiel ist die Kooperation von T-Online mit LieblingTier.tv, dem ersten Tiersender im Internet, der seit zwei Jahren von der INFOkontor-Redaktion betrieben wird.
Die Kooperation bietet Vorteile für beide Partner und die Besucher des Portals: T-Online Nutzer können sich auf informative und unterhaltsame Filmbeiträge rund ums Thema Tier freuen. Der kleine, ambitionierte Internetsender LieblingTier.tv kann seine Inhalte einem breiten Publikum präsentieren. Das T-Online Lifestyle-Portal erweitert seine Ratgeber-Kompetenz durch die Zusammenarbeit mit erfahrenen Web-TV- und TV-Autoren von LieblingTier.tv.
Ich finde, mit bewegten Bildern lassen sich gerade tierische Themen am besten vermitteln. Wenn ein Hundewelpe durch den Garten tapst, die Katze mit dem Wollknäuel spielt oder der Tierarzt ein Vogelbein schient, ist das im Video deutlich emotionaler und unterhaltender.
Informative Tiervideos sind eine ideale Ergänzung zum Service-Charakter der Tier-Rubrik beim T-Online Lifestyle-Portal. Die Rubrik für Haustierfreude umfasst bereits Foren für Tierfreunde, eine Online-Tiervermittlung, eine Suchfunktion für Dienstleistungen rund ums Tier und ein Tierkrankheitenlexikon. Eine Herausforderung bleibt: Tiere und Themen im bewegten Bild einfangen! Das ist nicht immer so einfach, auch wenn es am Ende niedlich aussieht.
Ein interaktiver Sender also – und ein Format, das ankommt: LieblingTier.tv ist vor zwei Jahren ins Leben gerufen worden. INFOkontor gehörte damit zu den ersten Anbietern eines eigenen Web-TV-Channels für deutschsprachige User. Also: Reinklicken.
Tierischer Blogberg