Bilderstreit - oder geht es nur um Kosten? Oktober 22, 2007
Posted by infokontor in Draußen, Marketing, Public Relation.Tags: Öffentlichkeitsarbeit, Corporate, Internet, Kundenzeitschrift, Media, Medien, PR, Print, Public Relation, TV, Zeitschrift
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“Corporate Media - mit innovativem Medienmix Zielgruppen erreichen.” Diese Fachtagung letzte Woche in Frankfurt sollte zeigen, wie man digitale Medien kostengünstig und wirkungsvoll für die Unternehmenskommunikation einsetzt. Also: Unser Thema! Also: Hin!
Gut 50 Kommunikations-Profis aus Unternehmen und Agenturen kamen zusammen und konnten aus den Beiträgen der Referenten den alten Bilderstreit heraushören: Gedrucktes oder Bewegtes - was ist besser, was ist effektiver?
Beim Transport der Informationen kommt es vor allem auf die Qualität des Ankommens an. Deshalb funktionieren zum Beispiel neue Formen wie “virale Kommunikation” - Schneeballeffekte mit bewegten Bildern. Hier ein Beispiel aus dem Weltall, diesmal in besonders ausgeprägtem Schwäbisch.
Zurück auf die Erde, zurück zur Tagung: Gut, dass hier etliche Referenten für die bewegten Bilder votierten und dabei sogar sauber argumentierten, warum Filme und Töne in der Unternehmenskommunikation nicht nur effektiver, sondern auch effizienter sind. Vor allem dank webbasierter Technik. Business-TV war früher nur mit teurer Fernsehtechnik zu realisieren. Aber die Medien der Zukunft, so Bahn-TV-Produzent Thomas Geiger, sollten nicht mit den Argumenten der Vergangenheit kaputtgeschlagen werden. Ich selbst habe ja auch die guten, alten Fernsehzeiten noch mitgemacht. Und es ist wirklich kein Vergleich, wenn ich heute mit kleiner DV-Kamera und Laptop in einer halben Stunde ein Ereignis aufnehme und in Netz stelle.
Dass Corporate Media insgesamt zunimmt, zeigt der Anstieg der Kundenzeitschriften in gedruckter Ausgabe: Rund 2.000 Titel gab es noch 1997, heute sind es über 3.500. Meine persönliche Meinung ist, dass eine Kundenzeitschrift überhaupt da ist, bedeutet, zugegeben, einen gewissen Imagefaktor. Dass dies in der Breite einen echten kommunikativen Effekt hat, glaube ich kaum, da das Zeitbudget für Zeitschriften bei 11 Minuten pro Tag liegt, TV hingegen liegt bei 220 Minuten, das Internet bei rund 140 Minuten pro Tag. Dazu müssen sich die Kundenzeitschriften noch die Aufmerksamkeit mit den Publikums- und Fachzeitschriften teilen. Also, meine Zeitschriften von Autohersteller, Bausparkasse oder Krankenversicherung wandern regelmäßig vom Briefkasten direkt in den Papierkorb. Schade um den abgeholzten Wald.
Vom Heute in die Zukunft: Unternehmen werden zu Sendern; Media-Budgets werden in eigene Corporate-TV-Aktivitäten verlagert. Corporate TV wird gar zum Leitmedium der Unternehmenskommunikation. Das meinte zumindest Thomas Mickeleit, Direktor Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei Microsoft Deutschland. Und weil INFOkontor ihn genau hierbei unterstützt, können wir diesen Trend nur unterstreichen.
Ein Fazit, das auf der Corporate Media Fachtagung herauszuhören war: Die Mischung macht’s. Wie so immer im richtigen Leben.
Der bloggende Berg
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