Kongress mit Kommunikation – oder: Wie es wirklich schief gehen kann! Oktober 13, 2007
Posted by infokontor in Draußen, Marketing, Public Relation, Uncategorized.Tags: Kögel, Kiesbauer, Kommunikation, Kommunikationskongress, Medien, PR, Pressesprecher, Schleichwerbung
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Berlin war wieder eine Reise wert. Man kann es wirklich so sagen. Am 11. und 12.10. war ich wieder auf dem Kommunikationskongress, auf dem sich 1.600 Pressesprecher und Agentur-Vertreter mit dem Neuesten aus dem Bereich der Public Relation versorgten.
So sprach sich Süddeutsche-Chefredakteur Hans Werner Kilz über den Umgang mit Qualitätsjournalismus aus, auch oder gerade in den neuen Medien. Wir erfuhren etwas über den innovativen Umgang bei der Arbeit mit der Öffentlichkeit (und sind beruhigt, dass unsere Company hier schon ganz vorn dabei ist), haben von Finanzminister Steinmeier über das Spannungsverhältnis zwischen Politik und Medien erfahren (auch wenn er mehr die Journalisten statt der Pressesprecher angesprochen hat) oder konnten hören, warum für Nestlé und unseren Kunden Microsoft die Corporate Social Responsability so wichtig für die Kommunikation ist. (Dabei habe ich mich gefreut, dass unser Beispiel IT-Fitness so hoch gelobt wurde, das wir für Microsoft medienmäßig begleiten.
)
Den Knaller gab es bei der sogenannten Speakersnight, dem Galaabend im Berliner Tempodrom. Arabella Kiesbauer, die durch das Programm führte, konnte einem leid tun. Die Keynote hielt Karlheinz Kögel, Vorstandsvorsitzender von L’Tur und Gesellschafter bei media control. Und der machte aus seiner Festrede eine Werbeansage für ein neues Produkt aus eigenem Hause. Und er ließ sich dabei weder wegklatschen, wegbuhen oder wegpfeifen. Erst als BdP-Präsident Lars Großkurth auf die Bühne schritt, um ihm Einhalt zu gebieten, bremste Herr Kögel ein wenig. O-Ton, leider durchs Saalmikro zu hören: „Jetzt lassen Sie doch die Schleichwerbung.“ Kögel hörte nicht auf und zeigte doch seine Einspiel-Filme mit prominenten Statements, die Antwort auf die Todsünden der PR geben sollten: „Die schlimmste Sünde ist, wenn man PR merkt“, sagte einer im Film. Die eigene Demontage war damit fertig. Abgang. Immerhin hatten über 1.000 PR-Profis soeben miterlebt, wie es nicht funktioniert mit der Kommunikation. Und vielleicht aus den Fehlern eines anderen etwas gelernt.
Big Blogg
Dass die Vorträge und Panels wichtige Impulse zur Kommunikation lieferten, steht außer Frage! Traurig ist nur, dass der Abend der Speakersnight bestenfalls als Zeitverschwendung angesehen werden konnte. Und einiges färbte dann leider auch auf den Kongress ab – auf dem Kögels peinliche Vorstellung natürlich die Gespräche bestimmte…
Zu einer vernünftigen Eventplanung gehört natürlich auch eine Generalprobe – vielleicht denken die Veranstalter nächstes Jahr daran.
Meiner Meinung nach waren der Kommunikationskongress und die Speakersnight gelungene Events, bei denen man viele interessante Menschen kennen gelernt hat und Informationen austauchen konnte.
Die Speakersnight war nur für Menschen eine Zeitverschwendung, für die Kultur und Gesellschaft Fremdworte sind. Immerhin ist die Speakersnight dafür da Kommunikation anzuregen.
Das man sich über den Vortrag von Herrn Kögel so aufregt ist mir unergründlich. Wie schon sehr schön gesagt wurde, war dies ein Paradebeispiel für Kommunikation die nicht funktioniert.
Ich denke, dass das Positive definitiv überragt hat, die Veranstalter sich größte Mühe gegeben haben und Herr Kögel darauf hingewiesen worden ist, dass die Speakersnight keine Werbeveranstaltung ist.
In diesem Sinne freue ich mich auf den nächsten Kommunikationskongress.